Wissen von A bis Z
Japanische Küche. Kurz erklärt.
Was ist Kōji? Wie unterscheidet sich Miso von Nattō? 164 Begriffe helfen dir, Zutaten, Gerichte und Esskultur einzuordnen.
Die Suche erkennt auch Schreibweisen ohne Längenzeichen. Jeder Begriff führt zum ausführlichen Beitrag und dessen Quellen.
164 von 164 Begriffen
- Aburaage
Dünner, frittierter Tofu. Er kann als Einlage oder Hülle dienen und ist nicht mit dem dickeren Atsuage gleichzusetzen.
- Agemono
Sammelbezeichnung für frittierte Speisen. Sie beschreibt eine Zubereitungsgruppe, nicht einen bestimmten Teig oder eine einzelne Zutat.
- Ajitsuke-Nori
Gewürztes Nori. Anders als bloss geröstetes Yaki-Nori bringt es bereits eine zusätzliche Würzung mit; die Zutaten hängen vom Produkt ab.
- Akazu
Essig auf Basis von Sake-Trester. Er kann für Sushi-Würzungen verwendet werden und ist nicht einfach ein anderer Name für dunklen Reisessig.
- Ale
Biergruppe mit obergäriger Herstellung. Ale ist keine Farbskala: Die Gruppe umfasst unterschiedliche helle und dunkle Stile und verschiedene Geschmacksprofile.
- Amazake
Süsses Getränk beziehungsweise eine süsse Zubereitung mit unterschiedlichen Herstellungswegen, etwa aus Reis-Kōji oder Sake-Trester. Der Alkoholgehalt lässt sich nicht allein am Namen erkennen.
- Aonori
Bezeichnung für grüne Algenprodukte, die unter anderem als aromatische Streuung verwendet werden. Nicht mit den üblichen dunklen Nori-Blättern für Sushi gleichsetzen.
- Asazuke
Kurz eingelegtes Gemüse. Asazuke muss nicht fermentiert sein; Einlegen und Fermentieren sind unterschiedliche Vorgänge.
- Atsuage
Dicker frittierter Tofu mit gebräunter Aussenseite und weichem Innerem. Die Form unterscheidet ihn vom dünnen Aburaage.
- Awamori
Mit Okinawa verbundene Reis-Spirituose. Das charakteristische Verfahren verwendet schwarzen Kōji auf Reis; Awamori ist kein Sake.
- Bento
Auch gesucht als: Lunchbox
Eine zusammengestellte Mahlzeit in einer Box. Reis und verschiedene Beilagen können getrennte Bereiche bilden; Bento ist kein einzelnes Rezept.
- Cha-kaiseki
Auch gesucht als: Cha Kaiseki · Tee Kaiseki
Mahlzeit im Zusammenhang mit einer formellen Teezusammenkunft. Sie ist Teil des gesamten Ablaufs und nicht bloss ein Restaurantmenü mit Tee als Getränk.
- Chasen
Bambusbesen zum Vermischen von Matcha und Wasser. Er hilft, das feine Pulver gleichmässig zu verteilen; eine grosse Schaummenge ist kein allgemeiner Qualitätsbeweis.
- Chashaku
Schmaler Bambuslöffel zum Portionieren von Matcha. Seine Füllung ist keine universell exakte Gewichtseinheit; für wiederholbare Rezepte hilft eine Waage.
- Chawanmushi
Auch gesucht als: Chawan Mushi
Herzhafte Mischung aus Ei und Dashi, die mit Einlagen im Gefäss gedämpft wird. Die weiche Eiermasse unterscheidet sich von einer flüssigen Suppe.
- Chikuwa
Röhrenförmiges Produkt aus Fischpaste, oft mit gebräunter Oberfläche. Trotz des ähnlichen Namens ist es kein Chikuwabu aus Weizenteig.
- Chikuwabu
Einlage auf Weizenbasis, häufig mit geripptem Querschnitt und einem Loch in der Mitte. Sie kann in Oden vorkommen und enthält nicht dieselbe Grundmasse wie Chikuwa.
- Daiginjō
Auch gesucht als: Daiginjo · Daiginjou
Besondere Sake-Bezeichnung mit höchstens 50 Prozent verbleibendem Reisanteil und weiteren Anforderungen. Eine stärkere Politur ist keine persönliche Geschmacksgarantie.
- Daikon
Auch gesucht als: Rettich
Japanischer Rettich, der roh, eingelegt, getrocknet oder gegart verwendet wird. Schnitt und Verarbeitung verändern seine Rolle im Gericht.
- Dashi
Auch gesucht als: Brühe
Japanische Brühe beziehungsweise ein Würzauszug, beispielsweise aus Kombu und Katsuobushi. Es gibt verschiedene Grundlagen; Dashi ist nicht automatisch pflanzlich.
- Dashimaki-tamago
Auch gesucht als: Dashimaki · Dashimaki Tamago
Gerollte Eierspeise, deren Mischung von Dashi geprägt ist. Sie gehört zur Familie der japanischen Omeletts und wird schichtweise aufgebaut.
- Datemaki
Süsse Rolle aus Ei und Fischpaste, bekannt aus der Neujahrsküche. Sie ist trotz ähnlicher Form nicht mit gewöhnlichem Tamagoyaki identisch.
- Donburi
Auch gesucht als: Don · Reisschale
Eine Schale Reis mit einem Belag, etwa Fleisch, Fisch, Ei oder Gemüse. Der Name beschreibt eine Gerichtefamilie mit vielen unterschiedlichen Zubereitungen.
- Dorayaki
Süssigkeit aus zwei kleinen, pfannkuchenartigen Teigstücken mit Füllung, häufig süsser Bohnenpaste. Dorayaki sind keine Mochi.
- Doria
In Japan entwickelte Reis-Gratin-Familie: Reis wird mit Sauce und einer überbackenen Oberfläche kombiniert. Die konkrete Füllung und Sauce variieren.
- Fermentation
Auch gesucht als: Fermentieren
Umwandlung von Lebensmitteln durch die Tätigkeit von Mikroorganismen. Sie spielt etwa bei Miso und Nattō eine Rolle; nicht jedes eingelegte Lebensmittel ist fermentiert.
- Genmaicha
Mischung aus Grüntee und geröstetem Reis. Der Name beschreibt die Verbindung der Zutaten, nicht eine eigene Pflanzenart oder eine feste Qualitätsstufe.
- Genshu
Sake ohne die übliche Wasserzugabe zur Einstellung der Trinkstärke; die japanische Kennzeichnung lässt eine eng begrenzte Ausnahme zu. Der tatsächliche Alkoholgehalt steht auf der Flasche.
- Ginjō
Auch gesucht als: Ginjo · Ginjou
Besondere Sake-Kategorie mit höchstens 60 Prozent verbleibendem Reisanteil und weiteren Herstellungsanforderungen. Junmai Ginjō kommt ohne zugesetzten Braualkohol aus.
- Gobō
Auch gesucht als: Gobo · Gobou · Klettenwurzel
Essbare Klettenwurzel mit länglicher Form. Feine Streifen werden beispielsweise für Kinpira verwendet.
- Gomadare
Auch gesucht als: Sesamsauce
Würzsauce auf Sesambasis, etwa als Dip. Sie ist eine zusammengesetzte Sauce und nicht dasselbe wie reine Sesampaste oder Sesamöl.
- Gyokuro
Japanischer Grüntee aus vor der Ernte beschatteten Teepflanzen. Er wird als Blatttee aufgegossen und ist kein Matcha-Pulver.
- Gyōza
Auch gesucht als: Gyoza · Teigtaschen
Japanische Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen. Bekannt ist die in der Pfanne gebratene und mit Dampf gegarte Form; daneben gibt es weitere Zubereitungen.
- Hambāgu
Auch gesucht als: Hambagu · Hamburg Steak
Japanisches Hacksteak, das als eigene Speise mit Sauce und Beilagen serviert werden kann. Es bezeichnet nicht automatisch einen Burger im Brötchen.
- Hanpen
Helles, weiches Fischprodukt mit luftiger Struktur, das unter anderem in Oden vorkommt. Regionale Produkte wie Kurohanpen können deutlich anders aussehen und zusammengesetzt sein.
- Happōshu
Auch gesucht als: Happoshu · Happoushu
Japanische Kategorie für schäumende alkoholische Getränke, deren Einordnung unter anderem von Zutaten und Malzanteil abhängt. Der Begriff ist kein pauschales Qualitätsurteil.
- Hayashi Rice
Reis mit Rindfleisch und Zwiebeln in einer Sauce. Varianten mit Demi-glace oder vereinfachter Tomatenwürzung sind nicht mit Curryreis gleichzusetzen.
- Highball
Im hier beschriebenen japanischen Whisky-Kontext ein Getränk aus Whisky und Sodawasser, häufig mit Eis. Mischverhältnis und Garnitur werden an Produkt und gewünschten Geschmack angepasst.
- Hijiki
Braunalge, die in Japan traditionell als gewürzte Beilage verarbeitet wird. Die kanadische CFIA rät wegen anorganischen Arsens vom Verzehr ab; die Erklärung ist keine Verzehrempfehlung.
- Hikiwari-Nattō
Auch gesucht als: Hikiwari
Nattō aus vor der Fermentation zerkleinerten Sojabohnen. Es unterscheidet sich dadurch von Varianten mit ganzen Bohnen.
- Hiyamugi
Feine japanische Weizennudeln. Bei der Abgrenzung zu Sōmen spielen Produktart und Herstellungsweise eine Rolle; handgezogene Nudeln haben besondere Regeln.
- Hōjicha
Auch gesucht als: Hojicha · Houjicha
Gerösteter japanischer Tee mit charakteristischen Röstnoten. Ein bräunlicher Aufguss widerspricht seiner Einordnung in die Grünteewelt nicht.
- Hon-Mirin
Auch gesucht als: Hon Mirin
Süsses, alkoholhaltiges Würzmittel aus Klebreis, Reis-Kōji und Alkohol. Mirin-artige Würzprodukte können anders zusammengesetzt sein.
- Honjōzō
Auch gesucht als: Honjozo · Honjouzou
Sake-Kategorie mit begrenzter Braualkoholzugabe und höchstens 70 Prozent verbleibendem Reisanteil. Der Alkoholgehalt des fertigen Getränks wird separat angegeben.
- Ichijū-sansai
Auch gesucht als: Ichiju Sansai · Ichijuu Sansai
Grundstruktur einer Mahlzeit mit einer Suppe und drei Speisen; Reis und Pickles kommen zusätzlich dazu. Sie ist eine Orientierung und keine Pflichtform jeder japanischen Mahlzeit.
- Izakaya
Japanischer Gastronomietyp, bei dem Getränke und verschiedene kleine Speisen zusammenkommen. Eine Izakaya bezeichnet keine bestimmte einzelne Kochtechnik.
- Japanese Whisky
Auch gesucht als: Japanischer Whisky · Japanischer Whiskey
Der japanische Verbandsstandard verbindet die Bezeichnung unter anderem mit Herstellung, mindestens drei Jahren Holzfassreifung und Abfüllung in Japan. Ein Markenname allein belegt diese Herkunft nicht.
- Japanisches Curry
Auch gesucht als: Kare Raisu · Curryreis
In Japan weiterentwickelte Currygerichte, häufig mit gebundener Sauce und Reis. Würzung, Einlagen und Schärfe variieren.
- Junmai
Sake ohne zugesetzten Braualkohol. Für die einfache Junmai-Kategorie gilt keine feste allgemeine Poliergrenze; der Begriff sagt allein nichts Verbindliches über Süsse oder Trockenheit.
- Kabusecha
Japanischer Blatttee aus vor der Ernte beschattetem Anbau. Die Beschattung ist typischerweise kürzer als bei Gyokuro; die konkrete Herstellung hängt vom Produkt ab.
- Kaiseki
Auch gesucht als: Kaiseki Ryori · Kaiseki Ryōri
Bezeichnung für eine mit Tee verbundene Mahlzeit und eine verwandte Menü- beziehungsweise Banketttradition. Saison, Abfolge und Geschirr sind wichtig; eine feste Gangzahl gilt nicht für alle Formen.
- Kakiage
Tempura-Form, bei der mehrere kleinere Zutatenstücke gemeinsam im Teig ausgebacken werden. Die Mischung kann Gemüse oder weitere Zutaten enthalten.
- Karaage
Japanische Zubereitungsfamilie frittierter, häufig zuvor gewürzter Stücke. Poulet ist ein bekanntes Beispiel, aber der Begriff ist nicht auf Poulet beschränkt.
- Katsu
Von «cutlet» abgeleitete Bezeichnung für eine panierte, frittierte Speise. Tonkatsu bezeichnet Schweinefleisch, Chicken Katsu eine Variante mit Poulet.
- Katsuobushi
Auch gesucht als: Bonitoflocken
Gegarter, geräucherter und getrockneter Bonito, der unter anderem zu Flocken gehobelt wird. Nicht jede Produktstufe durchläuft zusätzlich eine Schimmelreifung.
- Kinpira
Zubereitung fein geschnittener Zutaten durch Braten und Würzen, bekannt etwa mit Gobō. Der Schnitt prägt den Biss des fertigen Gerichts.
- Kinugoshi
Auch gesucht als: Seidentofu
Tofu mit glatter, zarter Struktur, dessen Gerinnung sich von der Herstellung gepressten Momen-Tofus unterscheidet. «Seiden» bezeichnet nicht ein verwendetes Seidentuch.
- Kiriboshi-daikon
In Streifen geschnittener und getrockneter Daikon. Trocknung und spätere Vorbereitung ergeben eine andere Zutat als frische Rettichscheiben.
- Koicha
Konzentrierte, dicke Matcha-Zubereitung mit mehr Pulver im Verhältnis zum Wasser als bei Usucha. Die Mischung wird langsam verbunden, statt kräftig aufgeschäumt.
- Kōji
Auch gesucht als: Koji · Kouji · Reis-Kōji
Mit ausgewählten Schimmelpilzkulturen bewachsener Rohstoff, etwa Reis, Gerste oder Sojabohnen. Die entstehenden Enzyme sind für die Herstellung vieler fermentierter Lebensmittel wichtig.
- Kokutō
Auch gesucht als: Kokuto
Unraffinierter Zucker aus eingedicktem Zuckerrohrsaft. Im Getränkekontext verweist Kokutō-Shōchū auf die entsprechende Brenntradition der Amami-Inseln.
- Kombu
Auch gesucht als: Konbu
Sammelbezeichnung für bestimmte essbare Braunalgen, die unter anderem Dashi prägen. Kombu wird auch als Zutat gegessen und ist nicht dasselbe wie Wakame.
- Korokke
Japanische Krokettenfamilie. Eine verbreitete Form hat eine Kartoffelfüllung mit weiteren Zutaten und eine Panko-Panierung; die Füllung ist nicht immer gleich.
- Kusu
Gereifter Awamori von mindestens drei Jahren. Die Reifung kann in Tongefässen stattfinden und ist nicht mit einer zwingenden Holzfasslagerung gleichzusetzen.
- Lager
Biergruppe, die gewöhnlich mit untergärigen Hefen verbunden wird. Farbe und Intensität können variieren; Lager und die Kennzeichnung Nama schliessen sich nicht aus.
- Maki
Auch gesucht als: Makizushi
Gerolltes Sushi mit gewürztem Reis und Füllung, häufig in einem Nori-Blatt. Die Rolle wird in Stücke geschnitten; Uramaki hat dagegen den Reis aussen.
- Matcha
Fein vermahlener japanischer Grüntee aus Tencha. Das Pulver wird mit Wasser verrührt beziehungsweise aufgeschlagen, statt Blätter nach dem Aufguss zu entfernen.
- Mazeration
Herauslösen von Bestandteilen durch Einlegen in eine Flüssigkeit. Beim üblichen Umeshu dient bereits vorhandener Alkohol als Grundlage; der Vorgang ist nicht mit Gärung gleichzusetzen.
- Mekabu
Gefalteter, sporenbildender Bereich nahe der Basis von Wakame. Fein geschnitten kann er ein deutlich zähflüssiges Mundgefühl entwickeln.
- Mirin
Name einer Gruppe süsser Küchenwürzungen. Hon-Mirin und mirinartige Produkte unterscheiden sich; Mirin ist kein Reisessig.
- Miso
Auch gesucht als: Misopaste
Fermentierte Würzpaste auf Sojabohnenbasis mit unterschiedlichen Kōji-Grundlagen. Farbe allein erklärt weder Rohstoff noch Reifezeit oder Salzgehalt zuverlässig.
- Mizunara
Japanische Eiche, die für besondere Whiskyfässer verwendet wird. Mizunara ist weder Pflichtbestandteil japanischen Whiskys noch allein ein Nachweis seiner Herkunft.
- Mizuwari
Auch gesucht als: Mizu wari
Mit Wasser gemischtes alkoholisches Getränk, beispielsweise Shōchū. Verdünnung senkt die Konzentration, entfernt aber keinen Alkohol aus der eingesetzten Spirituosenmenge.
- Mochi
Japanische Reiskuchen, traditionell aus gegartem und gestampftem Klebreis. Mochi bezeichnet nicht automatisch ein mit Glacé gefülltes Dessert.
- Mochi-Eis
Auch gesucht als: Mochi Glacé
Glacé mit einer dünnen Hülle aus mochiartigem Reisteig. Es ist eine bestimmte moderne Verwendung und nicht die Definition aller Mochi.
- Momen
Tofu, bei dessen Herstellung die geronnene Masse geformt und gepresst wird. Seine Struktur unterscheidet sich vom glatt geronnenen Kinugoshi.
- Moromi
Bei Sake die Hauptmaische, in der Kōji-Enzyme Stärke erschliessen und Hefe Zucker vergärt. Der Begriff kommt auch in anderen japanischen Fermentationsverfahren vor.
- Myōga
Auch gesucht als: Myoga · Myouga
Aromatische Blütenknospen einer Ingwerverwandten. In der Küche wird damit ein anderer Pflanzenteil verwendet als beim gewöhnlichen Ingwer-Rhizom.
- Nabe
Auch gesucht als: Japanisches Fondue
Japanische Topfgerichte mit verschiedenen Brühen, Zutaten und Arten des gemeinsamen Essens. «Japanisches Fondue» ist nur eine vereinfachende Annäherung.
- Nama Bīru
Auch gesucht als: Nama Biru · Namabier
Bei japanischer Bierkennzeichnung ein nicht pasteurisiertes Bier. Nama kann auch auf einer Flasche oder Dose stehen und bedeutet nicht zwingend Ausschank aus dem Fass.
- Namazake
Auch gesucht als: Nama
Nach der Herstellung nicht pasteurisierter Sake. Die Bezeichnung betrifft die Erhitzung; Kühl- und Lagerhinweise der konkreten Flasche sind besonders wichtig.
- Napolitan
Auch gesucht als: Naporitan
Japanische Yōshoku-Pastazubereitung mit Tomatenwürzung und weiteren Zutaten. Der Name ist kein Nachweis für ein traditionelles Gericht aus Neapel.
- Narazuke
Gemüse, das in gewürztem Sake-Trester eingelegt wird. Es gehört zu den Tsukemono und unterscheidet sich von kurz gesalzenem Gemüse.
- Nattō
Auch gesucht als: Natto · Nattou
Mit Bakterien fermentierte Sojabohnen. Die bekannte fädenziehende Form unterscheidet sich von Miso und von anders hergestellten Produkten mit ähnlichem Namen.
- Nerigoma
Auch gesucht als: Sesampaste
Fein vermahlene Sesampaste. Sie bildet eine mögliche Grundlage für Würzungen; fertige Sesamsaucen enthalten weitere Zutaten.
- Nigiri
Sushi-Form mit einer von Hand geformten Portion gewürztem Reis und einem Belag. Der Belag muss nicht immer roher Fisch sein.
- Nigori
Trüber Sake mit verbleibenden feinen Reisbestandteilen nach gröberer Abtrennung. Die Trübung legt weder einen bestimmten Süssegrad noch eine feste Alkoholstärke fest.
- Nikujaga
Nimono mit Fleisch und Kartoffeln, häufig ergänzt durch Zwiebeln und weitere Zutaten. Fleischart und genaue Würzung variieren.
- Nikuten
Regionale Verwandte von Okonomiyaki. Die Variante aus Takasago kann unter anderem bereits gegarte Kartoffeln aus Oden oder Nikujaga aufnehmen.
- Nimono
Auch gesucht als: Schmorgerichte
Gerichte, bei denen Zutaten in gewürzter Flüssigkeit garen. Auswahl, Schnitt und Zeitpunkt der Zugabe beeinflussen das Ergebnis.
- Nori
Algenprodukt, besonders bekannt als dünnes Blatt für Sushi und Onigiri. Das Blatt wird nach der Ernte geformt und wächst nicht als Rechteck im Meer.
- Nukadoko
Reiskleiebett zum Einlegen und Fermentieren von Gemüse. Es ist das verwendete Milieu, während Nukazuke die darin zubereiteten Pickles bezeichnet.
- Nukazuke
In einem Reiskleiebett eingelegtes und fermentiertes Gemüse. Es ist eine bestimmte Tsukemono-Familie, nicht ein Sammelname für alle japanischen Pickles.
- Nyūmen
Auch gesucht als: Nyumen · Nyuumen
Warme Zubereitung feiner Sōmen-Nudeln in Brühe. Der Name beschreibt eine Servierform und keine eigene Getreideart.
- Odamaki-mushi
Auch gesucht als: Odamaki
Aus Osaka bekannte gedämpfte Eier-Brühe-Zubereitung mit Udon. Die Nudeln werden Teil der Speise und liegen nicht bloss in einer gewöhnlichen Suppe.
- Oden
Gerichtefamilie mit verschiedenen Einlagen in gewürzter Brühe, etwa Rettich, Ei und Fischprodukten. Regionale Stile unterscheiden sich in Brühe, Auswahl und Begleitwürzung.
- Okara
Faseriger Rückstand, der beim Abtrennen von Sojamilch aus der aufbereiteten Sojabohnenmasse entsteht. Okara ist ein eigenes Lebensmittel, kein zerbröselter Tofu.
- Okonomiyaki
Herzhafte Teig-Kohl-Zubereitung von der heissen Platte. Beim verbreiteten Osaka-Stil wird gemischt, beim Hiroshima-Stil werden Bestandteile geschichtet.
- Omurice
Auch gesucht als: Omuraisu
Gericht aus Omelett und gewürztem Reis. Eine verbreitete Form umhüllt Ketchup-Reis mit einer dünnen Eierlage; daneben gibt es weitere Anrichtungen.
- Onigiri
Auch gesucht als: Reisbällchen
Geformte Reisportionen, oft mit Füllung oder Nori. Sie bestehen nicht grundsätzlich aus dem gesäuerten Reis, der Sushi definiert.
- Osechi
Festliche Speisen zum japanischen Neujahr. Auswahl, Zusammenstellung und Bedeutungen variieren regional und zwischen Haushalten.
- Otoshibuta
Auch gesucht als: Auflagedeckel
Kleiner Deckel, der im Topf direkt auf dem Gargut liegt. Er begrenzt dessen Bewegung und unterstützt den Kontakt mit der Garflüssigkeit.
- Oyuwari
Auch gesucht als: Oyu wari
Servierweise mit warmem Wasser, etwa für Shōchū. Temperatur und Verdünnung verändern den Eindruck; es geht nicht darum, die Spirituose zu kochen.
- Ponzu
Auch gesucht als: Ponzu Shoyu · Ponzu-Shōyu · Zitrussauce
Zitrusbetonte Würzung. Im Alltag ist häufig Ponzu-Shōyu mit Sojasauce gemeint; reine Zitrusgrundlage und fertige Würzsauce sind nicht gleichzusetzen.
- Ramen
Nudeln auf Weizenbasis, typischerweise mit alkalischen Salzen, und die damit zubereiteten Gerichte. Nudel, Brühe und Würzung sind getrennte Bestandteile der Beschreibung.
- Reisessig
Essig mit Reis als Rohstoff. Er liefert Säure; eine bereits mit Zucker und Salz gemischte Sushi-Würzung ist ein anderes Produkt.
- Renkon
Auch gesucht als: Lotuswurzel
Das essbare unterirdische Rhizom der Lotuspflanze, im Handel oft Lotuswurzel genannt. Im Querschnitt sind charakteristische Hohlräume sichtbar.
- Sake
Auch gesucht als: Nihonshu
Japanisches alkoholisches Getränk, bei dessen Herstellung Reis mithilfe von Kōji aufgeschlossen und vergoren wird. Sake ist nicht mit süssem Hon-Mirin identisch.
- Sanshō
Auch gesucht als: Sansho
Aromatisches Gewürz aus der Fruchthülle des japanischen Pfeffers. Junge Blätter heissen Kinome; Sanshō ist weder Chili noch schwarzer Pfeffer.
- Sashimi
Geschnittene rohe Zutaten, meist Fisch oder Meeresfrüchte, ohne Sushi-Reis. Schnitt und Beschaffenheit der Zutat gehören zum Verständnis der Speise.
- Seimai-buai
Auch gesucht als: Polieranteil · Poliergrad
Verbleibendes Reisgewicht nach dem Polieren im Verhältnis zum unpolierten Reis. 60 Prozent bedeuten, dass ungefähr 40 Prozent entfernt wurden.
- Sencha
Japanischer Grüntee, dessen Blätter nach der Ernte typischerweise gedämpft, gerollt und getrocknet werden. Er wird als Blatttee aufgegossen.
- Sesam
Auch gesucht als: Goma
Samen, die ganz, gemahlen, als Paste oder als Öl verwendet werden. Diese Formen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind nicht beliebig austauschbar.
- Shabu-Shabu
Topfgericht, bei dem dünne Zutaten portionsweise in heisser Flüssigkeit gegart und mit Begleitwürzungen gegessen werden. Es unterscheidet sich im Ablauf von Sukiyaki.
- Shiitake
Speisepilz, der frisch und getrocknet verwendet wird. Trocknung verändert Aroma und Vorbereitung; beide Formen sind mehr als unterschiedliche Packungsgrössen.
- Shio-Kōji
Auch gesucht als: Shio Koji · Shio Kouji
Würzung aus Kōji, Salz und Wasser. Sie kann Lebensmittel würzen und deren Struktur beeinflussen; ihre Wirkung hängt auch vom konkreten Produkt ab.
- Shira-ae
Auch gesucht als: Shiraae
Zubereitung mit einer Tofu-Würzmasse, häufig mit Sesam, die Gemüse und weitere Zutaten verbindet. Tofu ist dabei Teil der Würzung und nicht bloss eine Einlage.
- Shiso
Auch gesucht als: Ōba · Ooba
Aromatische Pflanze, deren Blätter und weitere Teile in der Küche verwendet werden. Ōba bezeichnet im Handel häufig die grünen Blätter.
- Shōchū
Auch gesucht als: Shochu · Shouchuu
Japanische Spirituose. Honkaku Shōchū wird mit Kōji und verschiedenen Rohstoffen hergestellt und in einer Brennblase destilliert; Sake bleibt dagegen ein gebrautes Getränk.
- Shōjin Ryōri
Auch gesucht als: Shojin Ryori · Shojinryori · Tempelküche
Buddhistisch geprägte japanische Küche mit pflanzlichen Zutaten. Konkrete Regeln und Ausführungen hängen von Tradition und Ort ab.
- Shōyu
Auch gesucht als: Shoyu · Shouyu · Sojasauce
Japanische Sojasauce mit verschiedenen Herstellungs- und Produkttypen. Helle Farbe bedeutet nicht automatisch weniger Salz.
- Shun
Auch gesucht als: Saison
Die als besonders passend geschätzte Zeit einer Zutat. Saisonbewusstsein betrifft Auswahl und Zubereitung, nicht bloss die Dekoration eines Tellers.
- Single Malt
Malt Whisky aus einer einzelnen Brennerei. Er kann aus mehreren Fässern zusammengestellt sein; Single Malt bedeutet deshalb nicht automatisch Einzelfassabfüllung.
- Soba
Auch gesucht als: Buchweizennudeln
Nudeln mit Buchweizenmehl, häufig ergänzt durch Weizenmehl. Der Name allein ist deshalb kein Beleg für eine ausschliesslich aus Buchweizen bestehende Zusammensetzung.
- Sobayu
Kochwasser von Soba, das in bestimmten Serviertraditionen am Ende mit verbliebener Sauce kombiniert wird. Es ist keine eigene Nudelsorte.
- Sōmen
Auch gesucht als: Somen · Soumen
Sehr feine japanische Weizennudeln, kalt mit Dip oder warm als Nyūmen verwendet. Handgezogene Tenobe-Sōmen bilden eine besondere Herstellungsgruppe.
- Sukiyaki
Japanisches Topfgericht mit dünnem Fleisch und weiteren Zutaten in einer süsslich-salzigen Würzung. Ablauf und Würzweise unterscheiden sich regional.
- Sushi
Speisen mit gesäuertem, gewürztem Reis und unterschiedlichen Belägen oder Füllungen. Roher Fisch ist möglich, aber keine notwendige Voraussetzung.
- Sushi-Su
Auch gesucht als: Sushiessig
Würzmischung für Sushi-Reis, typischerweise mit Essig, Zucker und Salz. Sie ist nicht mit ungewürztem Reisessig gleichzusetzen.
- Takoyaki
In einer Form mit runden Mulden gegarte Teigkugeln, bekannt mit Oktopusstücken. Sie sind besonders mit Osaka verbunden.
- Takuan
Eingelegter Daikon-Rettich. Er gehört zur Tsukemono-Familie; Verfahren und Würzung können sich zwischen Produkten unterscheiden.
- Tamagoyaki
Auch gesucht als: Eierrolle
Japanisches Omelett, dessen dünne Schichten während des Garens nacheinander aufgerollt werden. Würzung und Flüssigkeitsanteil variieren.
- Tamari
Ein Typ japanischer Sojasauce, der stark von Sojabohnen geprägt ist. Daraus folgt nicht automatisch eine weizenfreie Zusammensetzung jedes Produkts.
- Tempura
Auch gesucht als: Tenpura
Zutaten wie Gemüse oder Meeresfrüchte, die in einem Teigmantel frittiert werden. Tempura ist nicht der Name einer bestimmten Zutat.
- Tencha
Beschattetes, gedämpftes und ohne den üblichen Sencha-Rollschritt getrocknetes Blattmaterial. Fein vermahlener Tencha wird als Matcha verwendet.
- Tenobe
Bezeichnung für handgezogene Nudeln. Sie beschreibt ein Herstellungsverfahren und nicht bloss eine bestimmte Nudelstärke.
- Teppanyaki
Auch gesucht als: Teppan Yaki · Eisenplatte
Garen auf einer heissen Eisenplatte. Teppanyaki bezeichnet die Kochfläche beziehungsweise Zubereitungsweise, nicht eine bestimmte Sauce.
- Teriyaki
Zubereitungsweise mit einer glänzenden, süsslich-salzigen Würzung. Der Begriff beschreibt etwas anderes als die Eisenplatte beim Teppanyaki.
- Tofu
Lebensmittel aus geronnener Sojamilch. Herstellung und Weiterverarbeitung ergeben unterschiedliche Formen, etwa Momen, Kinugoshi und frittierte Produkte.
- Tokkuri
Eine häufig verwendete Karaffenform zum Servieren von Sake. Aus dem Gefäss allein lassen sich weder Getränketemperatur noch besondere Sake-Kategorie ablesen.
- Tonkotsu
Schweineknochenbrühe im Ramen-Kontext. Nicht mit Tonkatsu, einem panierten Schweinefleischgericht, verwechseln.
- Tsukemono
Auch gesucht als: Pickles
Sammelbegriff für japanische Pickles aus unterschiedlichen Einlegemethoden, etwa mit Salz, Reiskleie oder Sake-Trester. Nicht alle Tsukemono sind fermentiert.
- Udon
Japanische Nudeln auf Weizenbasis, häufig dick und hell. Sie werden unter anderem warm in Brühe, kalt mit Dip oder gebraten gegessen.
- Umami
Herzhafte Geschmacksqualität, die unter anderem mit Glutamat verbunden ist. Umami ist ein Geschmackseindruck und kein anderes Wort für eine bestimmte Sauce.
- Ume
Auch gesucht als: Prunus mume
Steinfrucht der Art Prunus mume. Sie wird unterschiedlich verarbeitet, etwa zu Umeboshi oder Umeshu; diese Produkte sind trotz gemeinsamer Frucht nicht austauschbar.
- Umeshu
Auch gesucht als: Ume Shu · Pflaumenwein · Pflaumenlikör
Likör aus in Alkohol eingelegten Ume-Früchten, gewöhnlich mit Zucker. Die verbreitete Übersetzung Pflaumenwein erklärt die typische Mazeration ungenau.
- Uramaki
Sushi-Rolle, bei der der Reis aussen liegt. Der Aufbau unterscheidet sich von Rollen mit einer äusseren Nori-Hülle.
- Usucha
Die dünnflüssigere klassische Matcha-Zubereitung. Gesiebtes Pulver wird mit Wasser vermischt und aufgeschlagen; Dosierung und Temperatur richten sich nach Produkt und Rezept.
- Wagyū
Auch gesucht als: Wagyu
Bezeichnung mit Bezug zu bestimmten japanischen Rinderrassen. Bei japanischem Wagyu sind auch Herkunft und Rückverfolgbarkeit entscheidend; starke Marmorierung allein genügt nicht.
- Wakame
Essbare Braunalge, die unter anderem als Suppeneinlage verwendet wird. Getrocknete und gesalzene Produkte benötigen unterschiedliche Vorbereitung.
- Wasabi
Scharf-aromatische Pflanze, deren Rhizom gerieben verwendet wird. Viele zusammengesetzte Wasabi-Produkte enthalten zusätzlich oder überwiegend Meerrettich.
- Washoku
Japanische Esskultur und damit verbundenes Wissen, Können und Bräuche. Der Begriff lässt sich nicht auf eine Liste einzelner Gerichte reduzieren.
- Yaki-Nori
Geröstetes Nori. Es ist von zusätzlich gewürztem Ajitsuke-Nori zu unterscheiden.
- Yakimeshi
Auch gesucht als: Yaki Meshi · Gebratener Reis
Gebratener Reis mit weiteren Zutaten und Würzung. Zusammensetzung und Zubereitung variieren; der Name bezeichnet keine unveränderliche Mischung.
- Yakiniku
Garen von Fleisch und weiteren Zutaten auf einem Grill. Es ist keine andere Schreibweise für Yakitori oder Teriyaki.
- Yakitori
Gegrillte Pouletspiesse mit unterschiedlichen Teilen und Würzungen. «Tori» verweist auf Geflügel; nicht jeder japanische Grillspiess ist Yakitori.
- Yakumi
Aromatische Begleiter wie Shiso, Ingwer oder Myōga. Sie ergänzen ein Gericht in kleinen Mengen und sind keine einheitliche Gewürzmischung.
- Yōshoku
Auch gesucht als: Yoshoku · Youshoku
Westlich beeinflusste Gerichte, die in Japan eigenständig weiterentwickelt wurden. Beispiele sind Omurice, Korokke und Doria.
- Yuba
Haut, die sich an der Oberfläche erhitzter Sojamilch bildet und als eigene Zutat verwendet wird. Yuba ist kein dünn geschnittener gepresster Tofu.
- Yuzu
Aromatische Zitrusfrucht, die unter anderem Würzungen wie Ponzu prägen kann. Yuzu-Saft ist nicht dasselbe wie eine fertige Ponzu-Shōyu-Sauce.
Redaktion Sayori · Stand: 11. Oktober 2026. Die Kurztexte fassen die verlinkten, mit Quellen dokumentierten Beiträge zusammen. Sie beschreiben japanische Esskultur; das aktuelle Restaurantangebot findest du auf der Speisekarte.
Nachschlagen & verstehen
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Ramen, Udon, Soba, Sōmen und Hiyamugi: Rohstoffe, Biss und Servierweisen einfach unterscheiden.
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Nori, Kombu, Wakame, Mekabu und Hijiki: Unterschiede, Verwendung und wichtige Hinweise verständlich erklärt.
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Shōyu, Miso, Mirin, Reisessig, Ponzu und Dashi: Was sie beitragen und warum sie sich nicht beliebig ersetzen lassen.